Unsere Haut: Alterungsprozesse und -erscheinungen vorbeugen

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Liebe Leserinnen und Leser,

Mit 40 beginnt die Effizienz vieler physiologischer Prozesse abzunehmen. Das gilt auch für die Haut. Neben dem Alter spielen andere physiologische Komponenten (wie Hauttyp, Genetik) und äußere Faktoren (Licht, Umwelt…) sowie der Lebensstil eine Rolle, wie schnell die Haut anfängt, zu altern. Die Hautalterung macht sich vor allem an aufkommende Altersflecken und Falten bemerkbar. Es gilt daher (auch schon) in den jungen Jahren für seine Haut vorzusorgen.

1. Altersflecken sind ein Produkt oxidierter Fettsubstanzen, die sich an einer Stelle angesammelt haben. Diese vor allem durch die Sonne und Umwelteinflüsse verursachte Oxidation verhindert unser Körper in der Regel durch antioxidative Nährstoffe wie die Carotinoide, Vitamin A,C und E, sowie Zink, Selen, Coenzym Q10. Aber ab einem bestimmten Alter lässt z.B. die Bildung von Coenzym Q10 nach. Das Coenzym Q10 sollte daher, wie auch bei den anderen Nährstoffen, zusätzlich aufgenommen werden.

Vitamin A ist fettlöslich und kommt in Leber und Fischprodukten vor. Es ist auch reichlich enthalten in Eier- und Milchprodukten. Die Vorstufe zum Vitamin A, das ß-Carotin, was im Körper zu Vitamin A synthetisiert werden kann, findet sich speziell in grünen, gelben und roten Gemüse- und Obstsorten wie Karotten, Spinat, Brokkoli, Paprika, Kirschen oder Grapefruit wieder.
Zum Antioxidantien-Cocktail kommen neben Vitamin C,E, die Carotinoide (Lutein, Lycopin…), Zink und Selen auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Chlorophyll, Polyphenole, Sulfide und Phytoöstrogene dazu. Diese Nährstoffe sind naturgemäß in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, da die Pflanzen genau diese Stoffe benutzen, um sich selbst vor Oxidationsschäden durch Radikale oder UV-Licht zu schützen. Chlorophyll kommt in allem „Grünen“ vor, was wir essen. Polyphenole kommen in roten Gemüse- und Obstsorten, aber auch in grünem Tee, Kakao und Kaffee vor. Sulfide sind die aromagebenden Stoffe von Zwiebeln und Laucharten, und sind dort natürlich reichlich vorhanden.

2. Faltenbildung ist auf nachlassende Hautelastizität und –spannkraft zurückzuführen. Diese zwei Eigenschaften kann man durch passende Nährstoffversorgung der Haut lange erhalten. Wie schon im letzten Artikel beschrieben, sind die kollagenen Fasern Hauptbestandteil der Haut und ihre ordnungsgemäße Bildung durch das ausreichende Vorhandensein von entsprechenden Aminosäuren, Eisen, Zink, Vitamin-B-Komplexen und Vitamin C bestimmen hauptsächlich diese zwei Eigenschaften.

Für die Kollagenbildung braucht der Körper vor allem die Aminosären Glycin und Prolin. Glycin ist ein einfacher Baustein und in fast allen proteinhaltigen Lebensmitteln enthalten. Prolin befindet sich meist in Fleisch-, Fisch- und Eiprodukten, kommt aber auch (relativ) viel in Soja, Erbsen, Reis und Chlorella vor. In Fleisch-, Fisch- und Eiprodukten befinden sich auch die notwendigen Vitamin-B-Komplexe (B1,B2, B6, B12, Folsäure). Im pflanzlichen Bereich decken Hefe, grünes Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüsse und Getreideprodukte diesen Bedarf an Vitamin-B-Komplexem (bis auf Vitamin B12) ab. Vitamin B12 bzw. nutzbare Formen davon sind in Algen wie Spirulina, Chlorella und Nori enthalten.

Neben dem Schutz vor trockner Haut sind entsprechende Hautöle auch daran beteiligt, eine vorzeitige Faltenbildung zu verhindern. Eine regelmäßige Aufnahme an gesunden Pflanzenölen aus Nüssen, Oliven, Raps und Soja und y-Linolensäure (GLS) aus Nachtkerzenöl, Borretschöl, aber auch aus Sesam, Mandeln, Sonnenenblumen- und Traubenkernöl sorgen für eine physiologisch-intakte Hautbarriere und wenden vorzeitig Schäden am Hautbild ab.

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